Was hast du gesagt? Das Leben mit einem anderssprachigen Partner.

Über Missverständnisse, Flüche und Segen.
Location: zu Hause, Reykjavik

Da nun mehrfach Fragen von euch zu diesem Thema kamen, wollen wir sie heute endlich einmal in einem ganzen Beitrag beantworten: In welcher Sprache unterhalten wir uns mit Logi und Einar? Wie ist das eigentlich, wenn man sich mit seinem Freund nicht in der eigenen Muttersprache unterhalten kann? Hat das Nachteile oder sogar Vorteile? Haken wir zuerst die leichteste der Fragen ab: Wir unterhalten uns hauptsächlich auf Englisch miteinander. Da beide Jungs aber ein wenig Deutsch in der Schule hatten, fällt schon das ein oder andere Mal auch ein deutscher Satz. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist ihr Deutsch um einiges besser als unser Isländisch. Das mag vor allem daran liegen, dass Isländisch für uns absolutes Neuland ist und allein die Aussprache unseren Mundapparaten absolut alles abverlangt. Ihr kennt das sicher, die Sprachen, die ihr in der Schule kennengelernt habt, unabhängig davon, wie lange es her ist und über wie viele Jahre ihr gelernt habt, sind viel leichter wieder aufzunehmen, als jene, die euch völlig unbekannt sind. Hinzu kommt die Andersartigkeit der Grammatik. Wer braucht schon Artikel, wenn man auch einfach die Hauptwörter selbst dem Geschlecht anpassen kann? Die Isländer schon mal nicht. So gibt es bis zu 14 verschiedene Schreibweisen für ein Nomen, je nach Geschlecht und Fall und Freunde, das erlernen dieser Sprache ist krass. Natürlich haben wir schon Einiges aufgeschnappt, da die meisten der Wörter jedoch keinerlei Ähnlichkeit zum Deutschen oder Englischen haben, hat man null Orientierungspunkte und vergisst leider auch sehr schnell wieder, was man denkt gelernt zu haben. Wir müssen dringend einen Sprachkurs machen, das ist mal so!

Nun aber wieder zum Thema. Wir möchten mal behaupten, unser Englisch sei ganz passabel (vor allem Linda ist recht wortgewandt und kann, wenn ihr mal ein Wort fehlt, ganz gut umschreiben). Und trotzdem gibt es diese Situationen, in denen man an seine Grenzen stößt, in denen es zu Missverständnissen kommt. Es gibt Momente, in denen man sich dazu entscheidet, lieber gar nichts zu sagen, weil die Worte fehlen. Situationen, die einen traurig oder regelrecht hilflos stimmen, weil man etwas niemals so gut beschreiben kann, wie man es im Deutschen könnte. Augenblicke, in denen das Sprechen verschiedener Sprachen in klarer Nachteil ist. Streiten ist um einiges anstrengender und wenn man dabei seine Gefühle nicht so ausdrücken kann, wie man das gern möchte, macht einen das gleich noch einmal wütender - nicht wirklich hilfreich. :D Gerade am Anfang, wenn der permanente Gebrauch einer anderen Sprache noch ungewohnt ist, kommt es daher häufiger zu Schwierigkeiten. Viel öfter haben wir uns vor einem halben Jahr noch für's Schweigen entschieden, wenn wir nicht genau wussten, wie wir etwas sagen sollten. Die Unsicherheit hat sich mittlerweile gelegt und die Kommunikation in Englisch ist Normalität geworden. Wir versuchen immer zu sagen, was uns so durch den Kopf schwirrt und da kommt auch ab und an mal wirres Sprach-Durcheinander bei heraus. Lustigerweise verstehen uns die beiden Boys meist trotzdem. Kurz: Manchmal ist die Sache mit der Sprache schlichtweg scheisse, aber immer nur für einen kurzen Moment. Es ist nicht so, dass wir uns diesbezüglich noch große Gedanken machen, es gehört einfach dazu und kratzt uns nicht weiter.

Wir haben vor Monaten mal gelesen, dass Menschen zu anderen Persönlichkeiten werden, wenn sie in eine andere Sprache wechseln. Das jeder nur völlig er selbst ist, solange er/sie die eigene Muttersprache spricht. Das heißt also, dass sich zwei Menschen nicht wirklich kennen lernen können, wenn sie unterschiedliche Sprachen sprechen. Das hat uns eine Zeit lang ganz schön fertig gemacht. Nach all dieser Zeit können wir das aber nicht so ganz bestätigen. Klar, es gibt bestimmte Bereiche, in denen es tricky wird. Zum Beispiel beim Thema Humor. Wortwitze sind nicht so leicht zu übersetzen und trotzdem versuchen wir es oft, allein schon deswegen, weil wir nicht möchten, dass sich jemand ausgeschlossen fühlt. Streiten ist, wie gesagt, ebenfalls so manches Mal eine Herausforderung. Man lernt aber einen Menschen nicht nur durch viel quatschen kennen, sondern vor allem durch das Verhalten in bestimmten Situationen. Wenn es dir schlecht geht und der andere da ist und sich sorgt und bemüht, dass es dir besser geht. Wenn du in der Klemme steckst und bedingungslosen Rückhalt bekommst. Wenn es den anderen glücklich macht, dich glücklich zu machen. Dann weißt du, dass dieser Mensch der Richtige für dich ist. Egal, woher er kommt und was für eine Sprache er spricht. Es geht um eine Verbindung, die tiefer geht als Worte. Um Gefühle. Und Freunde, eins müssen wir zum Schluss jetzt loswerden: Wir sind voller Zuneigung für diese beiden großartigen Typen, die wir im letzten Jahr in Island kennen lernen durften. Weil sie die Besten sind. Weil sie uns zum Lachen bringen, jede unserer Albernheiten und generell Stimmungen akzeptieren, uns selbstbewusster, glücklicher und lebensfroher werden lassen, als wir es jemals waren. ♥

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