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Trondheim, Norway

More than just scenic Bakklandet - a complete guide!

Photographed in Trondheim, September ’17.
Kindly supported by the region of Trøndelag.
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Unser Anflug auf Trondheim ist der wohl ungemütlichste unseres bisherigen Daseins. Fliegen wir gerade noch ruhig wie die See bei Flaute durch einen atemberaubenden Sonnenuntergang, rüttelt es uns beim Sinken plötzlich so derart durch, dass wir um unser Leben fürchten. Starke Seitenwinde biegen die Flügel der kleinen Propellermaschine ungemütlich durch, die Magengrube gibt Signale, die im Disneyland ihresgleichen suchen würden und wir sind uns nicht sicher, ob wir nun heulen oder lachen sollen. Es ist der 5. September und wir erleben 10 Minuten Hölle. Schlingernd setzt die Maschine auf der Landebahn auf, welche direkt am Meer beginnt und wir seufzen so laut, dass wir grinsen müssen. Erleichtert wie selten zuvor hocken wir uns in den komplett leeren Flughafen Værnes und genehmigen uns erstmal einen riesigen Kaffee mit Karamell, bevor wir den Transferbus in die Stadt besteigen.

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40min und einen Schockschlaf später erreichen wir Trondheim und der Anblick im Dämmerlicht entschädigt umgehend für den *entschuldigt* beschissenen Auftakt. Alte Speicherhäuser in goldenen Schein getaucht (erst ein paar Tage später sehen wir, dass es sogar NOCH schöner geht), unzählige kleine Boote an den vielen Kais und herrliche Nordluft. Wir steigen für eine Nacht im Scandic Bakklandet (Nedre Bakklandet 60) ab und schlafen in dem wundervollen Zimmer mit geilster Tapete (Schiffe und alte Farmhäuser) den Schlaf der Gerechten. Wir sehen in der bereits einsetzenden Dunkelheit gar nicht mehr so recht, wie es vor unserem Fenster eigentlich aussieht und entdecken erst am frühen Morgen und bei Sonnenaufgang, dass wir uns direkt im idyllischen Bakklandet befinden, mit Blick auf den Fluss Nidelva sowie die an seinen Ufern liegenden charmanten Holz-Speicherhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das Frühstück im Scandic ist einfach der absolute Knaller – wir hatten ohne zu übertreiben noch nie ein so derart umfangreiches und qualitativ hochwertiges Buffet. Omelette, Smoothies, frische Säfte, Müsli aller Art, Fisch, French, Italian, English – you name it! Sogar Waffeln waren vorhanden und wir nach einer knappen Stunde abrollbereit (mehr hätte man nicht essen können, wir haben alles gegeben). Noch ist keine Zeit für einen echten Erkundungstrip durch die Stadt, da wir vorerst ein bisschen mehr als 48h im wundervollen Røros verbringen werden (unseren Bericht und Reisetipps für die alte Minenstadt findet ihr hier). Von Trondheim aus kommt man entspannt nicht nur nach Røros, sondern auch Oslo und Bodø (mit Bus und Bahn, aber Achtung: Samstags und Sonntags ist der Verkehr deutlich eingeschränkt), sondern per Expressbus auch nach Bergen und Ålesund. 

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Die Fahrt mit dem Bus zurück von Røros nach Trondheim dauert ein bisschen mehr als drei Stunden und gibt uns genug Zeit, die ersten Eindrücke von der Region Trøndelag zu verarbeiten, bis wir uns ins nächste Abenteuer und Norwegens drittgrößte Kommune stürzen. Wir bringen unsere Koffer in unsere nächste Unterkunft, das Thon Hotel Nidaros (Søndre Gate 22b). Ein wunderschönes Gebäude im Herzen von Trondheims Innenstadt, was eine gute Mischung aus legerem Hostel und nettem Hotel zu sein scheint. Die Einrichtung ist unsagbar cool und die Lounge vor dem Frühstücksbereich wird von uns fleißig abfotografiert und im Ordner ‘Interior Inspo’ abgespeichert. Unsere Zimmer sind wesentlich früher fertig als erwartet und wir springen in bequeme Kleidung für einen Stadtbummel, bevor wir uns auf den Weg zur Baklandet Skydsstation (Øvre Bakklandet 33) machen, den wohl berühmtesten Lunch Stop der Stadt.

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Wir lesen, dass die Fischsuppe ein Gedicht sein soll und lassen uns von der Empfehlung tausender Online Reviews verführen, eben jene auch zu bestellen. Sie haben Recht. Wir wissen nicht, ob es die irre gemütliche Atmosphäre in dem uralten Haus ist, die antiquierten Möbel, Schilder und Kinkerlitzchen, die Sonne, die ins Fenster scheint, oder die freundliche Gastgeberin aber die Fischsuppe IST ein Gesicht. Selbiges gilt für den frischen Blaubeerkuchen mit selbst gesammelten Beeren aus den Wäldern der Region. So simpel, so fantastiko. Wir wandern durch den warmen Spätsommer und überqueren die ikonische rote Brücke (Gamle Bybro) mit dem Blick über die bunten Speicherhäuser und den Fluss, welcher bereits von so unzähligen Kameralinsen eingefangen wurde, bis hin zur Nidaros Kathedrale (Nidarosdomen).

Bei dem tatsächlich wunderschönen Gebäude handelt es sich um die größte mittelalterliche Kirche der nordischen Länder, eines von Norwegens Monumenten, die ehemalige Krönungskirche und eine unglaubliche beliebte Stätte für Pilger aus ganz Europa. Ein Gebäude mit so unglaublich viel Geschichte, dass wir uns eine kleine Tour nicht klemmen können. Wir sind schon immer interessiert an Bauwerken wie diesem, Steine, die so viel gesehen haben, dass wir nicht einmal einen Bruchteil davon wirklich wissen und verstehen können. In der Kurzfassung stand an jenem Platz einst nur eine kleine Holzkirche, welche die Gebeine des heilig gesprochenen König Olav ‘markierte’. (Ein Name, der euch in der Region überall und immer wieder begegnen wird, in der Info Box am Ende des Artikels mehr dazu.) Im 11. Jahrhundert wich diese Holzkirche dann einer Steinkirche, da die Stätte unter Pilgern einen regelrechten Kultstatus bekam. Bis ins 13. Jahrhundert wuchs und wuchs das Bauwerk zu der romanisch, gotischen Kathedrale (mit klaren Wurzeln in den Holzschnitten der Winkinger) , die heute als Nidarosdom bekannt ist. Nach 1320 begann die mächtige Kirche ihren Zerfall, wurde niedergrebrannt und geplündert und verkam zu einer Ruine. Der Wiederaufbau wurde vor gar nicht allzu langer Zeit und gegen Ende des 19. Jahrhunderts vollendet. (Der Eintritt in den Dom kostet 80,- NOK und wenn ihr auf Geschichte steht, Wikinger, Mittelalter, die Zeit der Könige und die Wurzeln Norwegens spannend findet, dann macht das – es lohnt sich!)

Der Dom schließt recht früh seine riesigen Tore und wir streunen weiter durch die belebte Innenstadt. Cafés reihen sich an Shops und schicke Restaurants, die City brummt und bei uns meldet sich der Hunger erneut mit Fanfaren. Wir haben eine Dinner-Empfehlung für das beliebte Kommandanten am Kristiansten Fort (fertiggestellt 1685) bekommen, welches sich auf einem Hügel befindet und einst zur Verteidigung Trondheims errichtet wurde. Bestes Essen inmitten von so viel Geschichte würde uns üblicherweise keine 5 Sekunden zögern lassen, aber der Jetlag nach Kanada und Island erwischt uns mal wieder beinhart und wir schaffen es gerade noch in den Sushi Laden direkt am Hotel. (YA!Sushi, Søndre Gate 22b/24) Ein Glücksgriff, wie sich herausstellt und so essen wir frischeste Maki-Röllchen zu Netflix’ “Atypical”, bevor uns die Augen langsam aber sicher zufallen… Ein Blick nach draussen reisst uns aus der schweren Müdigkeit – der Himmel brennt in einem der wohl schönsten Sonnenuntergänge, die man sich so vorstellen kann. Wir schnappen uns also doch noch mal die Kamera und hasten in die Gassen der Stadt. Wir enden auf der sogenannten ‘Flower Bridge’, deren Geländer über und über mit bunten Blumen bepflanzt wurde und bestaunen die Farben des Regenbogens, die sich über Trondheim spannen. Im Fluss spiegelt sich das tiefe Lila der einbrechenden Nacht, die kleine Boote schaukeln in einer leichten Brise. Man ist das schön hier. Diese bunten Speicherhäuser im Kontrast zu modernen Glasbauten und darüber der intensive Himmel. Wir können uns nicht losreissen und sind erst zurück im Hotel, als die Dunkelheit die Stadt gänzlich eingenommen hat.

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Solsiden (the sunny side)

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Nach einem schnellen Frühstück bricht für uns ein neuer, spannender Tag an, den wir mit einer Tour durch die Stadt beginnen. Diesmal geführt, etwas, was wir tatsächlich noch nie gemacht haben. Üblicherweise erkunden wir gern alles ganz auf eigene Faust, aber wenn ein Ort so viel zu erzählen hat, wie eben Trondheim und die Zeit einem im Nacken sitzt, dann ist es spitze, einen Ortskundigen dabei zu haben, der fragt, was genau einen interessiert und dann in knappen zwei Stunden alle Hidden Gems und interessanten Spots abklappert, die einen umhauen. Wir besichtigen eine aktuelle Ausgrabung, die zur Zeit im Stadtzentrum läuft – da wir als Kinder den Wunsch hegten, Archäologen zu werden, ist es für uns der absolute Oberhammer, tatsächlich einmal in ein Ausgrabungszelt zu spähen. Wir erkunden niedliche Gassen, riskieren einen Blick in die Katakomben der Stadt (zu finden unter der Bibliothek), flanieren entlang der Solsiden – eine Reihe an Restaurants und Bars am Flussufer, die mit ihren Terrassen locken, sich für einen Kaffee am Wasser niederzulassen, zudem eine große Mall und ausgefallene Nischenshops beherbergt und enden an der Busstation, um unseren Bus in Richtung Tempe zu erwischen, den Treffpunkt für eine Runde City Kajak (ein weiterer Wunsch, der damit in diesem Reisemonat wahr wird – neben dem Stand-Up Paddling in Nelson, BC)!

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Zwei Stunden lang gleiten wir mehr oder weniger galant über die Nidelva und selbst leichter Nieselregen und sich ankündigender Muskelkater in den Oberarmen kann uns das Erlebnis nicht versauen. Grüne Wälder gehen langsam in imposante Villen über, welche abgelöst werden von einem modernen Vorort, bis wir schließlich unter der besagten roten Brücke durchgleiten und die Spitze unseres Kayak auf Bakklandet und seine Holzhäuser zeigt. Durch das Postkarten-Motiv hindurch zu paddeln ist noch einmal eine ganze andere Sicht und eröffnet uns Trondheim von wieder einem neuen Winkel. In unseren Herzchen regt sich die Art Zuneigung, die nur besonderen Orten gewährt wird. “Hier lebt es sich bestimmt auch gut. Mit all den schönen Häusern, den vielen süßen Cafés, der Geschichte und den vielen kulturellen Events…” Ein Satz, der uns nicht oft von den Lippen geht, so sehr, wie wir unsere Wahlheimat Reykjavik doch lieben. (Übrigens spielt Ásgeir Trausti diese Woche in Trondheim – einer unserer liebsten isländischen Musiker :D).

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Die Tour endet in Skansen und der Seaside Trondheims, wo unzählige Segelboote vor Anker liegen und wir neben weiteren wunderschönen alten Häusern auch Ila Brainnstasjon (Ilevollen 32B) finden, ein kultiges Restaurant mit kleiner Speisekarte und genialer, authentischer Retro-Aufmachung, in welchem wir uns ein fieses French Toast mit viel Käse gönnen und uns ein großes Kännchen Kaffee genehmigen. Das Gebäude ist die ehemalige Feuerwehr der Stadt und tatsächlich alt, was seinen Charme komplett macht. Randvoll kaputt gegessen laufen wir die 20min zurück in die Innenstadt und lassen uns einfach ein wenig treiben. Es gäbe so viele Museen zu besuchen (eine Übersicht über alle Attraktionen und Sights findet ihr hier: https://www.visitnorway.com/places-to-go/trondelag/trondheim/things-to-do/attractions/ ), wir wollen lieber ins neue 3D Kino in einem alten Planetarium. Wir verpassen den Film um fünf Minuten und fangen fast an, uns zu ärgern. Trondheim ist jedoch zu schön fürs Motzen und so erkunden wir lieber ein wenig Bakklandet, als unnötigerweise zu nörgeln. Auch hier gibt es einfach so viele schöne Cafés, individuelle kleine Läden und Antiquitäten Shops – würden wir in Trondheim wohnen, wir würden jede Woche den Kaffee in einem neuen Schatz ausprobieren und wahrscheinlich nicht seltener die Wohnung mit besonderen Stücken bereichern. Zum Abschluss unserer Tour zu Fuß trinken wir noch einen Cappuccino im Café Le Frère in unmittelbarer Hotelnähe (Søndre Gate 27– den Zitronenkuchen könnt ihr euch direkt mal merken, der war super.

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Gegen fünf sind wir für eine Dusche zurück im Hotel, legen Parfum auf und schmeissen uns in die fancy Klamotte. Wir haben von einem neuen Laden in der Stadt gehört, welchen wir unbedingt ausprobieren wollen. Das Fagn (Ørjaveita 4) ist erst ein paar Wochen alt und strebt bereits einen Stern an, der gerade mal um die 30 jährige Chefkoch hat in Chicago gelernt, in einem der besten Restaurants der Welt. Die Besonderheit des Hauses? Sie bieten ein monatlich wechselndes 18-20 Gänge Menü an. Sowas haben wir noch nicht gehört, geschweige denn ausprobiert und wir sind Feuer und Flamme. Um 18Uhr sind wir die ersten Gäste und mehr als gespannt, was uns hier wohl erwartet. Wir bestellen hausgemachte Limonaden statt dem passenden Wein und bekommen die genialsten Getränke aller Zeiten. Das ist ein Fakt. Die Abfolge der Gänge ist perfekt abgestimmt, die Dekoration der Speisen so unglaublich kreativ, dass wir stellenweise unseren Augen kaum glauben können. Wir persönlich sind aber einfach nicht Feinschmecker genug, um Austern und Kaviar wirklich zu schätzen. Das Ganze ist sehr fischlastig, viele Gerichte sind fermentiert. Die hohe Kochkunst ist unbestreitbar, doch uns schmeckt tatsächlich nicht durchweg alles fantastisch. Dafür sind manche Kleinigkeiten so derart gut, dass wir sie am liebsten dreimal essen möchten, ganz besonders die unsagbar deliziösen Desserts.

Kommen wir nochmal nach Trondheim, dann würden wir dem Fagn in jedem Falle wieder einen Besuch abstatten – dann aber à la Carte und mit nur den Gerichten, die uns wirklich aus den Socken gehauen haben!

Auch wenn die Portionen winzig sind, so rollen wir erneut den Weg nach Hause. Wir schlafen diesmal spät, müssen den Männern in Island unbedingt noch von unserer Erfahrung erzählen und ein Foto von jedem einzelnen Gang übersenden – so groß ist die Neugier. Wir verbringen eine weitere Nacht im Thon Hotel Nidaros, bevor wir uns dann am nächsten Morgen nach Inderøy aufmachen – doch dazu ein andermal mehr.

Dear Trondheim - we will meet again!

Geschichte // Trondheim (190.000+ Einwohner) wurde 997 vom Wikingerkönig Olav Tryggvason als Nidaros gegründet und ist mit seinen rund 30.000 Studenten – jeder sechste Einwohner ist Student – Norwegens Pendant zu Münster. Eine idyllische Stadt mit wahnsinnigem Charme, gelegen an der Mündung des Flusses Nildelva. Das Klima ist mild, kann im Winter mit Deutschland verglichen werden (nur schneereicher), im Sommer klettert das Thermometer auf um die 20°C. Die Geschichte der Stadt geht zurück zu den Wikingern, die hier bereits eine sogenannte ‘Thing-Stätte’ betrieben. Trondheim war damals das Handelsherz des Landes. Im Mittelalter dann religiöses Zentrum und Königssitz und somit Hauptstadt Norwegens sowie einer der größten Wallfahrtsorte Nord-Europas. Egal wen man in Trondheim (oder auch der ganzen Region Trøndelag) nach Geschichtsfakten fragt – die erste Antwort dreht sich um den christlichen König Olav II. Haraldsson, der ganz Norwegen unter sich vereinigen und christianisieren wollte. Merkt euch unsere Worte: an King Olav kommt niemand vorbei! In einer riesigen Schlacht in Stiklestad wurde er getötet, ein Jahr danach heilig gesprochen und die Pilger zog es zu seinem Schrein. Doch Trondheim ist nicht nur aufgrund seiner Geschichte eine der wichtigsten Städte in Norwegen, mit seinen Universitäten ist es eine der bedeutendsten Forschungs- und Studienorte Skandinaviens. In Trondheim stehen zudem die älteste wissenschaftliche Bibliothek und älteste Tageszeitung des Landes.

Anreise // Trondheim Værnes Flughafen liegt ca. 32km nordöstlich der Stadt. Am besten erreicht ihr die City mit dem Flughafen-Transferbus, der ca. alle 15min abfährt. Die Fahrt dauert 40min und kostet je nach Anbieter ca. 130NOK pro Person. Die Tickets könnt ihr beim Fahrer kaufen – bezahlen mit Karte ist problemlos möglich. In Trondheim selbst gibt es gute Anbindungen an Nachbarstädte und ebenfalls easy sind Oslo, Bergen und Røros zu erreichen. Expressbusse und Züge fahren vor allem unter der Woche häufig und pünktlich. An den Wochenenden ist der Verkehr etwas eingeschränkter. Icelandair fliegt übrigens direkt nach Trondheim – falls jemand Island und Norwegen verbinden möchte, ist das durchaus praktisch! In Trondheim selbst gibt es ein super Busnetz (ein Einzelticket kostet ca. 50 NOK, ein Tagesticket 100 NOK) sowie eine privat betriebene Straßenbahn nach Munkvoll. Allerdings müsst ihr die Öffentlichen nicht zwingend nutzen, da man die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten hervorragend zu Fuß ablaufen kann.

Unterkünfte // Wer es entspannt mag, dem legen wir das bunte und ausgefallene Thon ans Herz. Die Einrichtung ist genial, ein umfangreiches Frühstück ist inbegriffen, ein kleines Dinner wird von Montag bis Donnerstag ebenso angeboten und ist im Preis enthalten. Nespresso Kaffee gibt es gratis in der Lobby, die Lage ist absolut optimal, um die Innenstadt Trondheims zu erkunden. Die Hotelkette legt in ganz Norwegen ihren Fokus zudem auf den Umweltschutz, ist mehrfach ausgezeichnet und zertifiziert.

Thon Hotel Nidaros // Søndre gate 22B, 7010 Trondheim
https://www.thonhotels.com/de/hotels/norwegen/trondheim/thon-hotel-nidaros/

Für uns ist das Scandic Bakklandet einfach das optimale Hotel, wenn man Trondheim erkunden möchte. Direkt gelegen in Bakklandet, mit Blick auf die Nildelva und all die bunten Speicherhäuser. Gemütliche Zimmer mit schicker, nordischer Einrichtung. Das Frühstück ist gigantisch und war tatsächlich das bis dato beste, das wir je in einem Hotel bekommen haben. Auch die Bar und das Restaurant sind super schön und sicher einen Besuch wert. Absolute Empfehlung!

Scandic Bakklandet // Nedre Bakklandet 60, 7014 Trondheim
https://www.scandichotels.de/hotelsuche/norwegen/trondheim/scandic-bakklandet

Café-Empfehlungen // Trondheim ist ein Paradies für Foodies. Zahlreiche großartige Restaurants, ausgefallene Bars und niedliche Cafés gibt es hier an jeder Ecke. Wer, wie wir, auf Retro, gemütlich und antik steht, der kommt voll auf seine Kosten. Wir haben uns im Baklandet Skydsstation sofort zu Hause fühlt, können Fischsuppe und Blaubeerkuchen in dem einzigartigen kleinen Laden nur jedem ans Herz legen. Ach die Ila Brainnstasjon ist ein toller Schuppen für einen schnellen Lunch, der sich preislich im Rahmen hält und beste Atmosphäre gleich on top bietet. Das Café Bare Blåbær ist ein weiterer Tipp für jene, die es individueller mögen – in den knallbunten Laden kann man sich im Grunde nur verlieben. Auch der Dromedar Kaffeebar eilt ihr Ruf meilenweit voraus – der Kaffee ist preisgekrönt. (Achtung: in manchen dieser Cafés handelt es sich eher um Lunch Spots und der Kaffee wird simpel serviert, schwarz und mit einem Kännchen Milch!) Eine Übersicht über alle Cafés mit Adressen und kurzer Beschreibung findet ihr hier: https://www.trondheim.com/bar-cafe

Sights / To Do // Wer die Stadt einmal aus einem anderen Blickwinkel sehen möchte, dem raten wir mit jeder Faser, unbedingt Trondheim Kayak (https://www.trondheimkajakk.no/en) zu probieren und die Umgebung, Innenstadt sowie das berühmte Bakklandet von den kleinen roten Wasserflitzern aus zu bewundern. Touren finden mehrfach täglich statt. Die Stadt lässt sich zudem super zu Fuß erkunden – lauft den Weg bis nach Skansen, der Blick über Hafen und die Mönchsinsel ist wirklich schön. In Trondheim kann man shoppen, essen und bummeln, wie das Herz begehrt, hier gibt es alles und für jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein. Museen findet ihr en masse und ein Besuch der Nidaros Kathedrale ist ein Muss! Lasst euch entlang der Solsiden treiben und biegt in die vielen kleinen Gassen ab – es gibt so viele traumhafte Häuschen zu sehen. Bakklandet selbst bietet neben Cafés auch ausgefallene Shops und Antiquitäten, die Stadtbibliothek gewährt einen Blick in die Katakomben Trondheims. Wen Geschichte und die alten WIkingerzeiten interessieren, der bucht eine geführte Stadttour mit geschichtlicher Ausrichtung und erfährt spannende Fakten über die mehr als 1000jährige Chronik Trondheims. Zudem gibt es rund um die Stadt Natur bis zum Abwinken, wer seinen Städtetrip mit Outdoor kombinieren möchte, dem empfehlen wir diese Seite: https://www.trondheim.com/recreational-areas

Jacques Farel Uhren, nachhaltige Uhren, nachhaltig hergestellte Uhren, organic Uhren, Jaques Farel hayfield, Lifestyle Blog, Dear Heima
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